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Ortsporträt Bettelhecken

Wie Bettelhecken zu Sonneberg kam



Normalerweise würde hier an Ort und Stelle neben und auf dem Sportplatz am Karpfenteich in Bettelhecken an diesem Wochenende der Bär steppen. Aber Corona verhinderte die diesjährige Kerwa. Ein bisschen Normalität, wenn auch mit begrenzter Zuschauerzahl, kehrt am heutigen Samstag ab 17 Uhr auf dem Sportplatz ein, wenn die Germania Sonneberg-West im ersten Saisonspiel der Kreisoberliga auf die SG Sachsenbrunn/Crock trifft. Foto: T. Donau
Normalerweise würde hier an Ort und Stelle neben und auf dem Sportplatz am Karpfenteich in Bettelhecken an diesem Wochenende der Bär steppen. Aber Corona verhinderte die diesjährige Kerwa. Ein bisschen Normalität, wenn auch mit begrenzter Zuschauerzahl, kehrt am heutigen Samstag ab 17 Uhr auf dem Sportplatz ein, wenn die Germania Sonneberg-West im ersten Saisonspiel der Kreisoberliga auf die SG Sachsenbrunn/Crock trifft. Foto: T. Donau
IM AUGUST 1919 wurde Bettelhecken nach Sonneberg eingemeindet. Sonneberg-West war der erstStadtteil, aber die Historie der Eingemeindungen reicht weiter zurück. „Es ist damit endlich der Anfang gemacht worden zu einer Entwicklung, die im Interesse aller Beteiligten liegt“, schrieb am 1. August 1919 die „Sonneberger Zeitung“ in ihrem Bericht über die Eingemeindung der Gemeinde Bettelhecken in die Stadt Sonneberg. Erste Überlegungen im Sonneberger Rathaus reichen bis 1904 zurück. Zufall ist auch dies nicht. Die Bebauung in der Stadt Sonneberg hatte seinerzeit längst die Stadtgrenze erreicht.

1910 hatte von allen Gemeinden in der Umgebung lediglich Bettelhecken für eine Eingemeindung votiert. In der Spielzeugstadt hatte man aber den Plan, alle angrenzenden Umlandgemeinden einzugemeinden nicht aufgegeben. Allerdings verliefen alle mit Vermittlung des Landrats anberaumten Gespräche ergebnislos. Die Protokolle erinnern eher an Hinhaltetaktik. Im Mai 1911 teilte der Landrat mit, dass die Gemeinden Oberlind, Unterlind und Malmerz eine eigene Gemeinde bilden würden, die am Ende aber nicht zustande kam. 1914 beendete der Erste Weltkrieg alle Verhandlungen.
  
Wie Bettelhecken zu Sonneberg kam Image 1
Erst im Mai 1919 kamen die Verhandlungen wieder in Gang – zunächst mit ähnlichen Resultaten. Jenseits von Bettelhecken bestand wenig Interesse in den Dörfern, ein Stadtteil von Sonneberg zu werden. Lediglich aus Mürschnitz wurde Interesse an Verhandlungen signalisiert. Voran schritten die Verhandlungen, die in Sonneberg vor allem durch die sozialdemokratische Gemeinderatsmehrheit vorangetrieben wurde, alleine mit Bettelhecken. Dort hatte man nicht nur Interesse daran, dass die Stadt die kommunalen Verbindlichkeiten vollständig übernehmen wollte, sondern auch an einen Anschluss an die Strom- und Gasversorgung der Stadt. Relativ „geräuschlos“ konnte zum 1. August 1919 die Eingemeindung vollzogen werden.

Wie ernst es den Sonnebergern mit Einbeziehung des neuen Stadtteils war, sah man in den folgenden Jahren. Das seit Ende des 19. Jahrhunderts stark mit Sonneberg „verwachsene“ Bettelhecken galt bereits länger schon als eine Art „Vorstadt“. Konsequent benannte man den neuen Ortsteil in „Sonneberg-West“ um. Thomas Schwämmlein
  
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