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Recht im Alltag

Unverschuldeter Autounfall: Lieber eigenen Gutachter einschalten



Autofahrer sollten bei unverschuldeten Unfällen einen eigenen Gutachter beauftragen. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn
Autofahrer sollten bei unverschuldeten Unfällen einen eigenen Gutachter beauftragen. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn
BEI EINEM UNVERSCHULDETEN Unfall sollten Autofahrer ab einer Schadenhöhe von rund 1000 Euro einen eigenen Sachverständigen für die Begutachtung beauftragen. Das empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Die gegnerische Versicherung muss diese Gutachterkosten tragen. Nur bei einer Teilschuld zahlen Autofahrer nach Angaben der StiftungWarentest anteilig für den eigenen Gutachter.

Der DAV warnt davor, allein dem Prüfgutachten des Versicherers zu glauben. Denn es könne nach Angaben der Anwälte im Interesse der gegnerischen Versicherung verfasst sein. Viele Betroffene seien sich gar nicht über ihre Ansprüche im Klaren.

Die Stiftung Warentest rät indes, sich auf nichts einzulassen, wenn die gegnerische Versicherung schon am Unfallort anruft. Sie sei weder Partner noch Helfer. Die Sachbearbeitung wolle die Erstattung gering halten, sagen die Warentester. Auf Nummer sicher geht, wer den Unfall von der Polizei aufnehmen lässt und sich im Zweifel rechtlichen Beistand holt.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verweist auf Nachfrage auf eine eigene, ältere Erhebung, wonach 97 Prozent aller Schäden reibungslos reguliert wurden. Nur in 2,7 Prozent der Fälle komme es zum Prozess. Auf die konkreten Vorwürfe ging der GDV nicht ein. dpa/tmn

So setzt man Medikamente von der Steuer ab

WIRD MAN KRANK, lassen sich die Kosten von der Steuer absetzen, wenn der Arzt die Medikamente verschrieben hat. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) sagt, worauf man achten muss.

Entscheidend ist, dass das ärztliche Rezept vor dem Kauf ausgestellt wurde. Heißt: Erst zum Arzt, dann Medikament kaufen und anschließend die Kosten, die von der Krankenkasse nicht gezahlt wurden, in die Steuererklärung eintragen. Die Kosten für Medikamente gehören zu den sogenannten außergewöhnlichen Belastungen, wofür es in der Steuererklärung seit 2019 eine eigene Anlage gibt. Weitere Voraussetzung: Die Medikamente müssen der Heilung oder Linderung einer Krankheit dienen, weshalb Ausgaben für eine Krankheitsvorbeugung i.d.R. nicht abgesetzt werden können. Zu den absetzbaren Krankheitskosten gehören üblicherweise auch die Ausgaben – genau wie Zuzahlungen – für die Geburt eines Kindes, Homöopathie, Impfungen, eine Brille, Krankengymnastik oder Behandlungen beim Zahnarzt und die Zahnspange. glp
  
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