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Sonderveröffentlichung

Trauer

Pflegeleichte Bepflanzung fürs Grab

Monat des Gedenkens

Purpurglöckchen (Heuchera) gehören zu den dauerhaften Pflanzen. Fotos: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Purpurglöckchen (Heuchera) gehören zu den dauerhaften Pflanzen. Fotos: Andrea Warnecke/dpa-tmn
TRAUER HAT OFT einen festen Ort – den Friedhof. Auf dem Grab Blumen niederzulegen oder es zu bepflanzen, ist hierzulande die wohl häufigste Geste der Trauer und des Mitgefühls. Gerade im Herbst legen viele darauf Wert, zu den Totengedenktagen. Daraus kann der Grundstock für eine saisonal abwechslungsreiche Bepflanzung werden – mit Akzenten auch im Winter, Frühling und Sommer.

Zunächst aber: Ein pflegeleichtes Grab braucht eine Basis an Pflanzen, die sich über das ganze Jahr halten. Das sind z.B. Strauchveronika, Efeu, Schleifenblume sowie Thymian, Heuchera, Sempervivum, Sedum, Calluna, winterharte Fuchsien und der Ehrenpreis. Sie können selbst je nach Jahreszeit auch besondere Akzente setzen, v.a. tut das aber auch eine dazu passende saisonale Wechselbepflanzung.

Herbst: Heidepflanzen in der Steinfarbe

Im Herbst sind Blattstauden ein Tipp. Zu den Klassikern gehören Strauchveronika und Purpurglöckchen, sowie Erica und die Besenheide. Sie eignen sich für schattige und sonnige Standorte.

Der Tipp von Ralf Schupp vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner ist die aufrechte Baumheide mit grünem Laub und weißen Blüten sowie die Calluna ‚Sea Star‘, eine rot blühende Sorte mit gelblichen Blättern. „In milden Lagen ohne strengen Bodenfrost übersteht das Heidekraut den Winter und blüht noch im folgenden Jahr.“ Er rät, die Heide nicht einzeln zu setzen, sondern mit mehreren Exemplaren dichte, strukturgebende Flächen zu bilden. „Die Farben der Pflanzen sollten mit der des Grabsteins ab- gestimmt sein.“

Als Wechselbepflanzung bieten sich ab Spätsommer Mini-Alpenveilchen, Herbst-Astern, das Flammende Käthchen und Blauer Bleiwurz an. „Bleiwurz sollte man aber nicht frei pflanzen, er wuchert sehr stark“, rät Birgit Ehlers-Ascherfeld von der Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner.
   
Christrosen setzen im Winter schöne Akzente.
Christrosen setzen im Winter schöne Akzente.
Winter: Christrosen als temporärer Akzent

Wer die Gräber im November nicht wie traditionell oft gehandhabt mit Tannengrün abdecken möchte, der kann Christrosen setzen. Ab Februar bieten sich Schnee- oder Lenzrosen an. Weitere Wechselpflanzung ist im Winter nicht nötig. „Wer Stauden so pflanzt, dass immer etwas blüht bzw. Blattschmuck vorhanden ist, braucht keine Wechselbepflanzung“, erklärt die Gartenplanerin und Fachbuchautorin Brigitte Kleinod. Alternativ nutzt man Gestecke sowie Sträuße mit frischen Rosen und Immergrün. „Gestecke sind inzwischen auch in der Advents- und Weihnachtszeit beliebt, das Gedenken hat sich gewandelt“, sagt Ehlers-Ascherfeld. Denn traditionell gab es Gestecke nur rund um die Allerseelen und den Totensonntag, sie wurden danach wieder abgeräumt. Geeignet dafür sind im Winter immergrüne Nadelhölzer wie Tanne, Eibe, Kiefer und Wacholder, die mit Erica, Zapfen oder Früchten kombiniert werden.

Frühling: Zwiebelpflanzen und Hornveilchen

Mit dem Frühlingsbeginn bieten sich wieder mehr farbig blühende Gewächse an. Krokus, Iris, Narzissen sowie Wildtulpen schmücken schattige oder sonnige Standorte. Damit die Pflanzen niedrig bleiben, sollte man die Zwiebelgewächse wenig gießen.

Stiefmütterchen sind eine schöne andere Lösung für die Wechselbepflanzung des Grabes.Wem die klassischen, einfarbigen Varianten zu langweilig sind, sollte sich nach mehrfarbigen Sorten und bei den kleinen Hornveilchen umsehen, rät Ehlers-Ascherfeld. Ergänzen lassen sich Viola je nach Lage mit Schleifenblumen, Goldlack und Vergissmeinnicht.

Sommer: Sukkulenten als Bodendecker

Im Sommer gehört Trockenheit zu den Herausforderungen bei der Grabpflege. „In sonnigen Lagen, wenn regelmäßiges Gießen schwerfällt oder man im Urlaub ist, sind Sukkulenten wie Sedum- und Sempervivum-Arten hübsch und pflegeleicht“, erklärt Kleinod. „Man kann sie auch als Bodendecker verwenden.“ Ehlers-Ascherfeld ist ebenfalls großer Fan der Pflanzen mit den dickfleischigen Blättern – nicht nur, wenn sie mit Gräsern kombiniert werden. Ihre Favoriten sind niedrige Arten wie die Kaukasus-Fetthenne.

„Sedum ist das ganze Jahr über schön und absolut pflegeleicht: Im Frühjahr muss man nur die vertrockneten Teile entfernen, wenn der Neuaustrieb sichtbar ist.“ Eisbegonien setzen saisonale Akzente als Wechselbepflanzung. Liegen die Grabstellen im Schatten, bieten sich Fuchsien an. Elatior-Begonien können ebenfalls auf Gräber gepflanzt werden, auf die die Sommersonne nicht zu kräftig scheint, genau wie die Dipladenia. Die sonst recht blühfreudigen Gewächse entwickeln im Schatten allerdings weniger Blüten, sagt Schupp. Alternativ bieten sich noch Ehrenpreis und Mini-Alpenveilchen an. dpa/tmn  

Gedenktage im November

Der November steht seit jeher im Zeichen von Tod und Trauer. Die Menschen denken dann oft über die Vergänglichkeit, ihre Verstorbenen und den eigenen Tod nach. Im Laufe der Zeit haben sich in unserem Kalender Trauertage etabliert:

Allerheiligen 01.11.2019
Allerseelen 02.11.2019
Volkstrauertag 17.11.2019
Buß- und Bettag 20.11.2019
Totensonntag 24.11.2019
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