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Neubau in Bad Liebenstein

Handel, Dienstleistung und Wohnungen unter einem Dach



Bereits im Herbst 2019 konnte der Teil des Carrees, in dem sich der Lebensmittelmarkt befindet, übergeben werden.
Bereits im Herbst 2019 konnte der Teil des Carrees, in dem sich der Lebensmittelmarkt befindet, übergeben werden.
EIN GROSSZÜGIGER Geschäfts- und Wohnkomplex bildet die neue Mitte von Bad Liebenstein. Das Herzog-Georg-Carree entstand in den zurückliegenden Monaten dort, wo sich früher die Stadthalle und Parkplätze befanden. Auf dem rund 20 000 Quadratmeter großen Grundstück stehen nun Handelsflächen für REWE, Rossmann, VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG, NKD und weitere Anbieter zur Verfügung. In den Obergeschossen gibt es zudem Büros, Praxen und Wohnungen.
     
Die bisherige Raumkante nach außen wurde wieder aufgenommen. Foto: privat
Die bisherige Raumkante nach außen wurde wieder aufgenommen. Foto: privat
Seit 2014 in Vorbereitung

Der eigentlichen Realisierung vorausgegangen waren umfangreiche Projektvorbereitungen, berichtet Eberhard Unger, Inhaber der Kurhessen Gewerbebau GmbH. Das Unternehmen aus Schwalmstadt hatte sich im Jahr 2014 bei der Stadt Bad Liebenstein vorgestellt und die Planungen für das Areal in Zusammenarbeit mit dem Magdeburger Architekten Dr. Mathis Mühlemann entwickelt. Zunächst galt es, einen städtebaulichen Wettbewerb zu gewinnen und dann das Baurecht für dieses Gelände zu schaffen.

Neben dem Abriss des Kulturhauses sollte der Gebirgsbach Grumbach umverlegt werden. Der Bachlauf ist nun sichtbar am neuen Stadtplatz zu erleben. Zwei Brückenbauwerke verbinden die Stellplatzanlagen. Der Abbruch der Stadthalle gestaltete sich aufwendiger als gedacht. Der gute DDR-Beton, aber insbesondere das verbaute Asbest machten den Abbruch und die Entsorgungen teuer. Allein diese Vorbereitungen haben nach Ungers Angaben fast 1,5 Millionen Euro verschlungen.

Die eigentlichen Bauarbeiten starteten im Herbst 2018. Dabei ist das Gesamtobjekt noch einmal in sich gegliedert. Es handelt sich also nicht um einen geschlossenen Einzelbau. So entstand eine Art Marktplatzcharakter mit Verweil- und Sitzgelegenheiten, erläutert Eberhard Unger. Diese offene Gestaltung soll sich ins Bad Liebensteiner Stadtbild einfügen, das von zahlreichen Gebäuden aus verschiedenen Epochen, nicht zuletzt aus dem Klassizismus, geprägt ist. Auch deshalb wurde bei der Freiflächengestaltung hochwertiger Naturstein verwendet. „Die bisherige Raumkante nach außen wurde wieder aufgenommen“, ergänzt Eberhard Unger weiter. Die Herzog-Georg-Straße hat nun fast einen Promenaden-Charakter erhalten. „Die aufwendigen Granit-Arbeiten und unsere Architektur werden noch lange nachhaltig wirken“, ist Unger überzeugt.
     
Bei dem Carree handelt es sich nicht um einen geschlossenen Einzelbau. Vielmehr ist das Projekt gegliedert und hat einen Marktplatzcharakter erhalten.
Bei dem Carree handelt es sich nicht um einen geschlossenen Einzelbau. Vielmehr ist das Projekt gegliedert und hat einen Marktplatzcharakter erhalten.
150 Parkplätze

Ende letzten Jahres konnte bereits der Rewe-Einkaufsmarkt eröffnen – mit den entsprechenden Parkflächen. Insgesamt stehen im Herzog-Georg-Carree 150 Parkplätze zur Verfügung. Man habe zudem deutlich mehr Ersatzpflanzungen vorgenommen als man Bäume vorgefunden habe, so Unger.

Die weiteren Arbeiten schlossen sich an und blieben trotz Corona-Pandemie fast im vorgesehenen Zeitrahmen, freut sich der Unternehmer. Man sei mit nur wenigen Wochen im Verzug. Mitte Juni sollen die letzten Geschäftsräume eröffnet werden. Das als Mischobjekt konzipierte Herzog-Georg-Carree beinhaltet u.a. elf Wohnungen, die zwischen 60 und 70 Quadratmeter groß und nahezu barrierefrei sind. Ein Fahrstuhl komplettiert die Ausstattung, von dem ebenso die Praxen wie auch die Büros profitieren.
      
In einem aufwendigen Verfahren musste der Gebirgsbach Grumbach umverlegt werden. Fotos: Göring
In einem aufwendigen Verfahren musste der Gebirgsbach Grumbach umverlegt werden. Fotos: Göring
Bereits bekannt

Umgesetzt wurde das Bauvorhaben durch Handwerksunternehmen, mit denen die Kurhessen Gewerbebau GmbH seit Jahren zusammenarbeitet. Regionale Firmen waren ebenfalls beteiligt.

Ein erstes Referenzprojekt war seinerzeit die Umsetzung der Baumaßnahmen in Meiningen in der Georg-Straße. Genannt sei ebenfalls das Herzog-Georg-Forum am Meininger Markt.

Einschließlich der Abrissarbeiten nahm die Realisierung des Bad Liebensteiner Projektes drei Jahre in Anspruch. Insgesamt wurden etwa 15 Millionen Euro investiert und frei finanziert, wie Eberhard Unger betont. Der Komplex wurde frühzeitig an die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG veräußert. Die Bank selbst lässt sich mit einer neuen Filiale im Herzog-Georg-Carree nieder. Vorausgegangen war dem Bau eine teils kontrovers geführte Diskussion auch unter den Bürgern, wie es mit dem Stadthallen-Areal weitergehen soll. In einem Bürgerentscheid sprachen sich die Bad Liebensteiner mit großer Mehrheit für die Umsetzung des Carrees aus. yv
    
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VR-Bank - Bad Salzungen Schmalkalden eG
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