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Sonderveröffentlichung

Aus- und Weiterbildung

Karriere machen mit Naturwissenschaften

Gute Berufschancen

Das Handy bleibt anfangs besser in der Tasche. Foto: Klose/dpa-tmn
Das Handy bleibt anfangs besser in der Tasche. Foto: Klose/dpa-tmn
DER FACHKRÄFTEMANGEL in Deutschland hat im letzten Jahr noch einmal zugenommen. Das steht im Arbeitsmarktreport 2019 der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Knapp die Hälfte aller 23.000 befragten Unternehmen gaben an, dass sie im Jahr 2018 offene Stellen längerfristig nicht besetzen konnten, weil sie keine passenden Arbeitskräfte dafür fanden. Eine Erhebung durch die Bundesagentur für Arbeit zeigt zudem deutlich, dass das auch für die sogenannten MINT-Stellen gilt. MINT-Berufe sind solche aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. So blieben 2018 rund 143.900 MINT-Stellen allein für Akademiker unbesetzt. Das ist eine gute Chance für Schulabsolventen, mit einem passenden Studium später eine feste Stelle zu bekommen.

Hochschulen bieten verschiedene Fachrichtungen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich an. In der thüringischen Landeshauptstadt beispielsweise kann man unter anderem Angewandte Informatik studieren, Architektur, Bauingenieurwesen, Forstwirtschaft, Eisenbahnwesen, Gebäude- und Energietechnik sowie Verkehrs- und Transportwesen. „Anfängerfreundliche“ Fächer erkennen Erstsemester daran, dass zu schwierigen Materien wie etwa Mathematik bestimmte Vorkurse angeboten werden oder dass sie im erstem Semester die Wahlfreiheit zwischen schnellen und langsameren Lerngruppen bekommen. Eine Studienberatung kann beantworten, ob es diese Möglichkeit an der Wunsch-Fachhochschule gibt. djd

Berufsbild: Elektroniker für Gebäudesysteme

EIN BÜROKOMPLEX braucht ein neues Lüftungssystem. Oder vielleicht eine Alarmanlage. Und was ist mit dem Brandschutz? Das sind alles Fälle für Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme. Die Tätigkeiten reichen von der Planung einer Klimaanlage über die regelmäßige Wartung von elektronisch gesteuerten Heizungs- und Lüftungssystemen oder Fahrstuhlanlagen bis hin zur Fehlersuche darin. „Die Reparatur übernehmen sie dann oft selbst – oder sie stehen dafür in engem Kontakt mit anderen Dienstleistern“, sagt Anja Schwarz vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Von Bewerbern wird erwartet, dass sie teamfähig sind. „Sie sollten technisches Verständnis und handwerkliches Geschick mitbringen“, erklärt Carola Daniel vom Gesamtverband Gebäudetechnik. Auch mathematische Kenntnisse sind gefragt – etwa um elektrische Größen zu berechnen. Vor allem müssen Interessenten ein Bewusstsein dafür haben, welche Verantwortung das Arbeiten an elektronischen Anlagen und mit technischen Systemen mit sich bringt. Für den Arbeitsalltag gelten daher strenge Sicherheitsvorschriften.

Nach der Ausbildung arbeiten Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme bei Betrieben für Elektrotechnik, im Facility-Management oder bei Hausmeisterdiensten. Wer weiterkommen will, kann Elektrotechniker-Meister werden. Der Job hat Zukunft, sagt Daniel. Die Fachleute sind zunehmend gefragt. dpa/tmn

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Firma Hauptmann Heizung – Lüftung – Sanitär GmbH
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