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Sonderveröffentlichung

Totensonntag

Der Wald spendet trauernden Hinterbliebenen Trost

Eine repräsentative Studie zeigt, wie die Deutschen trauern

Den Baum zu berühren, an dessen Wurzeln ein lieber Mensch bestattet ist, gehört zu den schönsten Trauerritualen in freier Natur.  Foto: djd/FriedWald
Den Baum zu berühren, an dessen Wurzeln ein lieber Mensch bestattet ist, gehört zu den schönsten Trauerritualen in freier Natur.  Foto: djd/FriedWald
Wenn ein lieber Mensch gestorben ist, gibt es verschiedene Phasen und Rituale des Abschiednehmens. Eine repräsentative Studie im Auftrag des Unternehmens FriedWald zeigt, wie wichtig den Deutschen eine Beisetzung mit individuellem Charakter ist. Dabei ist die Nachfrage nach Alternativen zum klassischen Friedhof in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Der Wald spielt beim Nachdenken über eine letzte Ruhestätte eine ganz besondere Rolle – vor allem als Trostspender.

Den Verlust aushalten lernen

Ein Ort, an dem man trauern und immer wieder neu Abschied nehmen kann – das ist laut einer Studie für drei Viertel (76 Prozent) der Hinterbliebenen ganz wichtig. Denn die Menschen lernen erst allmählich, den Verlust auszuhalten und zu akzeptieren, um dann ihr Leben wieder neu zu gestalten. Darin hat die Trauer nach wie vor ihren Platz – mit gezielten Trost- und Gedenkritualen. Die Natur und vor allem der Wald spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Nicht umsonst ist in den letzten Jahren die Nachfrage zur naturnahen Bestattung als Alternative zum klassischen Friedhof gestiegen.

Ein Blatt zur Erinnerung

Menschen, die eine letzte Ruhestätte an einem Baum wünschen, schätzen den Wald als einen Ort, an dem sie sich schon zu Lebzeiten wohlfühlen. Ihnen gefällt der Gedanke daran, hier einmal ihre letzte Ruhe zu finden – ein Ausblick, der schon bei der Vorsorge tröstlich und vertraut ist. Unter den Bäumen und an den Baumgräbern finden Angehörige einiges, was ihnen hilft, die Erinnerung an Verstorbene aufrechtzuerhalten. Wie Christoph Schmitz, der an seine Frau Antje denkt, die im FriedWald Reinhardswald beigesetzt wurde. „Es war eine schöne Beisetzung, das kann man wirklich so sagen. Ich kehre immer wieder gerne an unseren Baum zurück, auch wenn ich dafür eine Entfernung von 300 Kilometern überbrücken muss“, sagt Schmitz. Sein besonderes Ritual, um jeden Tag eine Erinnerung bei sich zu haben: Bei jedem Besuch nimmt er ein Blatt des Baumes mit, an dem seine Frau ruht. Dieses Blatt trägt er immer bei sich, bis es sich in seine Einzelteile auflöst: „Dann weiß ich: Es ist wieder Zeit für einen Besuch.“ djd

Bestattungsinstitut Am Friehof GmbH Suhl

Ein Monat im Zeichen von Trauer und Gedenken

DER NOVEMBER IST der Monat, in dem viele Menschen ganz besonders oft an liebe Verstorbene nachdenken. Dann, wenn es nebelig und trüb ist und das Laub von den Bäumen fällt, denkt man auch verstärkt über die Vergänglichkeit und den eigenen Tod nach.

Im Volksglauben kam mit dem mystischen Nebelwetter der Glaube an Geisterspuk auf und daran, dass die Seelen der Verstorbenen frei werden. Schon die Kelten haben im November ein Totenfest gefeiert. Und bis heute hat sich nichts daran geändert, dass der Monat November im Zeichen von Tod und Trauer steht. So haben sich mit der Zeit verschiedene Trauer- und Gedenktage in unserem Kalender etabliert, wie etwa der Totensonntag, der auch als Ewigkeitssonntag bezeichnet wird und in diesem Jahr auf den 25. November fällt. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres. dpa/haa

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Roga - Pietät - Bestattungen - Trauerhilfe
Mike Kämmer Bestattermeister
Bestattungshaus Schäfer
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