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Aus- und Weiterbildung

Bauzeichner unterstützen den Architekten

Der Bauzeichner ist die rechte Hand des Architekten. Foto: Caroline Seidel/dpa
Der Bauzeichner ist die rechte Hand des Architekten. 
Foto: Caroline Seidel/dpa
HÄUSER, BRÜCKEN UND Straßen: Der Architekt hat eine Vision, wie die Bauten aussehen sollen. Der Bauzeichner hilft ihm bei der Umsetzung, indem er maßstabsgerechte Pläne anfertigt. Zu seinen Aufgaben gehört es nicht nur, Zeichnungen zu erstellen. Er berechnet auch die notwendige Menge an Baustoffen. 

Den überwiegenden Teil seines Arbeitstages verbringt Jonas Baier am Computer im Büro. Der 19-Jährige ist im zweiten Ausbildungsjahr als Bauzeichner. Mit Hilfe von moderner Software bringt er die Entwürfe seiner Vorgesetzten auf den Bildschirm. Er erstellt Ansichten etwa von Neubauten aus verschiedenen Perspektiven und Himmelsrichtungen. Dabei hat er auch Details wie die Eingangstreppe im Blick. „An dem Beruf reizt mich, dass ich mit meiner Arbeit das Stadtbild verändern kann“, sagt Baier.

Neben der Tätigkeit am Schreibtisch unterstützt der Bauzeichner die Architekten oder Bauingenieure auf der Baustelle. Gemeinsam bringen sie die Arbeit vor Ort voran. „Der Kontakt mit anderen Beteiligten ist spannend und sorgt für Abwechslung im Alltag“, erzählt er.

Ob im Architektur- oder Ingenieurbüro oder im Tief-, Straßen- und Landschaftsbau: Überall sind Bauzeichner tätig. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Jugendlichen lernen im Betrieb oder in einer Behörde sowie in der Berufsschule. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben; viele Bewerber haben jedoch einen mittleren Bildungsabschluss oder die Hochschulreife.

„Bewerber sollten in jedem Fall Freude am Zeichnen und ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben“, erklärt Barbara Schlesinger von der Bundesarchitektenkammer. Ebenfalls ein Muss: Gute Kenntnisse in Mathematik sowie ein gutes Verständnis für technische Zusammenhänge. Bauzeichner müssen etwa statische Vorgaben zur Belastung eines Baukörpers verstehen und in die Zeichnungen einarbeiten können. „Damit wird sichergestellt, dass das Bauwerk ohne Gefahr für Leib und Leben seine Funktion erfüllt – egal, ob bei heftigem Sturm, brütender Hitze oder einer Schneedecke“, sagt Schlesinger.

Weiter seien Kenntnisse der Bauphysik erforderlich – schließlich müssen die Fachkräfte Aspekte wie Energieeffizienz und Schallschutz berücksichtigen. Notwendig sei weiter eine sorgfältige Arbeitsweise, ergänzt Schlesinger. Bauzeichner erstellen ihre Arbeiten maßstabsgerecht und beachten dabei die technischen Vorschriften.

Zeichentechniken oder Bauvorschriften – Azubis nehmen beides durch. Sie lernen, Baustoffe und Bauelemente nach ihren Eigenschaften zu unterscheiden und wie sie entsprechend in den bautechnischen Unterlagen einzufügen sind. In der Berufsschule steht etwa die Planung eines Kellergeschosses auf dem Stundenplan.

Im dritten Ausbildungsjahr spezialisieren sich die künftigen Bauzeichner: Zur Auswahl steht der Schwerpunkt Architektur oder aber Ingenieurbau. Ebenfallsmöglich ist eine Spezialisierung auf Tief-, Straßen- und Landschaftsbau. Dabei geht es etwa um die Besonderheiten, die bei Zeichnungen von Wegen und Straßen zu beachten sind.

Nach der Ausbildung arbeiten Bauzeichner bei Architektur- und Ingenieurbüros, in Bauämtern oder auch bei Baufirmen. Später können Bauzeichner sich zum Techniker fortbilden. Einige gehen nach der Ausbildung aber auch an die Universität. dpa/tmn

Talente für die Berufswahl erkennen

Praktika und Ferienjobs können helfen, die eigenen Stärken zu erkennen.  Foto: adobe/industrieblick
Praktika und Ferienjobs können helfen, die eigenen Stärken zu erkennen. Foto: adobe/industrieblick
MANCHE HABEN SCHON im Kindergarten eine Vorstellung vom idealen Job und steuern zielstrebig darauf zu. Andere wissen nach dem Schulabschluss immer noch nicht, in welchem Bereich sie arbeiten möchten. Um eine Entscheidung zu treffen, hilft es, seine eigenen Stärken kennenzulernen und dann nach einem geeigneten Job zu suchen. 

„Bei der Erforschung der eigenen Talente geht es in erster Linie darum, ein Bewusstsein für sich selbst zu entwickeln. Zunächst steht die Frage im Mittelpunkt: Was interessiert mich?“, erklärt der Berufsberater Johannes Wilbert. Dann sollte man sich fragen: Welche Eigenschaften und Fähigkeiten am Interessensgebiet sind mir wichtig? „Daraus folgt dann das Motiv, warum ich mich für eine Sache begeistern kann. Was treibt mich an, dieses Interesse zu haben? Im Endeffekt entwickelt sich eine Ich-Bewusstheit.“ Idealerweise beginnen Menschen schon früh mit der eigenen Suche nach Interessensgebieten: „Jugendliche sollten sich fragen, was ihnen Spaß bringt und was sie gut können. Erkennen lässt sich das z.B. durch Schulnoten, Ehrenämter aber auch Hobbys“, sagt Christian Weinert, von der Bundesagentur für Arbeit.

Praktika oder Ferienjobs können ebenfalls helfen, die eigenen Stärken zu erkennen – schließlich kann man ja gar nicht wissen, was man mag, wenn man nicht weiß, was es gibt. „Hierbei steht v.a. das Ausprobieren im Vordergrund. Oft sind Talente dort, wo ich es gar nicht bemerke, da mir diese Tätigkeiten leicht von der Hand gehen“, sagt Berufsberaterin Hanne Bergen.

Nach dem Ausprobieren folgt das Reflektieren: Welche Tätigkeiten haben einem Spaß gemacht und welche Dinge fielen leicht? „Bei der Analyse hilft ein Good Time Journal. Hierbei schreibe ich täglich alle einzelnen Tätigkeiten von Schule, Freizeit und Job auf“, erläutert Hanne Bergen. Zu jedem Punkt kommen Notizen, wie groß die Begeisterung für die Tätigkeit und wie das eigene Energielevel dabei war. Aus diesen Ergebnissen entsteht dann ein Profil.

Aber braucht jeder tatsächlich spezielle Begabungen, um auf dem Arbeitsmarkt einen Job zu finden? „Talente schlummern in uns allen, ich muss diese nur entdecken“, meint Christian Weinert. Johannes Wilbert bezeichnet ein Talent als „außergewöhnliche Gabe, die sich aus der Kombination von Fähigkeiten ergibt“. Wenn diese Begabung erstmal gefunden ist, dann könne jeder mit einem Talent ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln. dpa

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