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Sonderveröffentlichung

Ausbildung - Gute Berufschancen

Azubi-Ticket in Südthüringen flächendeckend verfügbar

Bad Staffelstein öffnet am Sonntag, 25. November, von 12 bis 17 Uhr

Eine gute Gelegenheit zu einem entspannten Einkaufsbummel bietet sich am Sonntag. Foto: Mario Deller
Eine gute Gelegenheit zu einem entspannten Einkaufsbummel bietet sich am Sonntag. Foto: Mario Deller
AM 1. NOVEMBER hat der Kreistag in Hildburghausen die Teilnahme am Azubi-Ti-cket beschlossen. Damit ist das kostengünstige, übergreifende ÖPNV-Netz-Ticket für Auszubildende im gesamten Kammerbezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen, d.h. in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, Sonneberg, dem Ilm-Kreis und der kreisfreien Stadt Suhl einsetzbar.

Zum 1. Oktober 2018 wurde das Azubi-Ticket als Pilotprojekt des Freistaates Thüringen und der beteiligten Verkehrsunternehmen gestartet. Es steigert die Attraktivität des Ausbildungsortes Thüringen, dient der verbesserten Mobilität von Jugendlichen und erhöht die Attraktivität des ÖPNV, da es auch in der Freizeit genutzt werden kann.

Das Azubi-Ticket Thüringen ist im Abonnement mit einer Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten erhältlich und kostet monatlich 50 Euro. Es kann auch dann abgeschlossen werden, wenn aufgrund der restlichen Ausbildungszeit oder der Restlaufzeit der Pilotphase die Mindestvertragslaufzeit bis 31. Dezember 2019 nicht mehr erfüllt werden kann. IHK


Bessere Job-Chancen durch Weiterbildungen

MENSCHEN OHNE BERUFSAUSBILDUNG haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer. Durch Weiterbildungen steigern sie ihre Job-Chancen. Schon kleine Qualifizierungen seien hilfreich, so Frank Frick von der Bertelsmann-Stiftung. Ein Gabelstapler-Führerschein kann etwa für die Arbeit in Lagern sinnvoll sein. Doch Einzelscheine haben einen Nachteil: Sie helfen mit Blick auf einen Bildungsabschluss kaum weiter, weil sie sich nicht unbedingt zusammenfügen lassen.

Anders ist das bei sogenannten Teilqualifizierungen mit Anschlussoption. Ein Beispiel: Der Abschluss zum Kfz-Mechatroniker fußt auf sieben Teilqualifizierungen. Wer so einen Baustein absolviert, kann diesen anrechnen lassen. Das kann etwa den Übergang in eine betriebliche Ausbildung erleichtern.

Frick rät zunächst zu einer Weiterbildungsberatung. Was sind sinnvolle Qualifizierungen? Welche Anschlussmöglichkeiten gibt es? Jobcenter und Arbeitsagenturen bieten Beratungen. Sie fördern zudem im Rahmen des Programms WeGebAU auch Geringqualifizierte. Hilfe gibt es auch bei kommunalen Bildungsbüros, durch bundeslandspezifische Förderprogramme oder über die kostenlose Telefon-Hotline zur Weiterbildungsberatung, wochentags von 9 bis 17 Uhr: 0800 2017909.

Dem Ende September veröffentlichten „Weiterbildungsatlas 2018“ der Bertelsmann-Stiftung zufolge haben 2015 12,2 Prozent der Bürger ab 25 Jahren eine allgemeine oder berufliche Weiterbildung gemacht. Bei den Geringqualifizierten lag die Quote nur bei 5,6 Prozent. Gemeint sind hier Menschen ohne berufsbildenden Abschluss, betrachtet wurde eine Altersspanne zwischen 25 bis 54 Jahren. dpa/tmn

Erstmals seit 1994 mehr Lehrstellen als Bewerber

Zum ersten Mal seit 1994 gab es im vergangenen Ausbildungsjahr mehr Lehrstellen als Bewerber. Foto: Oliver Berg/dpa
Zum ersten Mal seit 1994 gab es im vergangenen Ausbildungsjahr mehr Lehrstellen als Bewerber. 
Foto: Oliver Berg/dpa
ZUM ERSTEN MAL seit 1994 gab es im vergangenen Ausbildungsjahr mehr Lehrstellen als Bewerber. Dadurch blieben erneut viele Ausbildungsstellen unbesetzt, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in ihrer Lehrstellenbilanz für 2017/2018 feststellte. Auch die Zahl derer, die trotz des Angebots keine Lehrstelle fänden, habe sich leicht erhöht.

20 400 Angebote mehr

Von Oktober 2017 bis September 2018 wurden mit insgesamt 565 300 Stellen 20 400 Ausbildungsangebote mehr gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig nahmen 535 600 Bewerber die Ausbildungsvermittlung in Anspruch – 12 200 weniger als im Vorjahr.

Grund dafür seien rückläufige Schulabgängerzahlen. Die Zuwanderung von jungen Flüchtlingen wirke dem Trend etwas entgegen: Es gab 38 300 Bewerber, die nach Deutschland geflüchtet waren und eine Ausbildung suchten – 11 900 mehr als im Vorjahr.

Laut des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Handwerkskammertages sowie der Kammern der Freien Berufe wurden in diesem Jahr bis Ende September rund 489 000 Ausbildungsverträge abgeschlossen – rund 8500 mehr als 2017.

Noch unbesetzt waren zum 30. September 57 700 Lehrstellen, was einem Plus von 8700 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vor allem in Handwerks-, Hotel- und Gaststättenberufen fehlten teils noch Azubis. 24 500 Bewerber waren demnach noch unversorgt – 800 mehr als vor einem Jahr. Damit blieben fünf Prozent aller gemeldeten Bewerber ohne Ausbildungsstelle. Besonders drastisch ist der Stellenmangel mit Blick auf die Bewerberzahlen im Tischlerhandwerk, in der Informatik, in der Kfz- Technik, Büro- und Verwaltungsberufen oder in der (Zahn-)Medizinischen Fachassistenz. „Wenn Bewerber auch Alternativen jenseits ihres Traumberufes in Erwägung ziehen und Betriebe sich hinsichtlich nicht ganz so guter Kandidaten offen zeigen, bin ich optimistisch, dass in der Nachvermittlungszeit noch Ausbildungsverhältnisse zustande kommen“, sagte BA-Chef Detlef Scheele.

Regional betrachtet waren in Süddeutschland, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, im Saarland und in Hamburg deutlich mehr Lehrstellen als Bewerber gemeldet. Im Gegensatz dazu fehlten Ausbildungsstellen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen. dpa

Anmeldestart für Unternehmen für das 9. „Azubi-Speed-Dating“

Die IHK Südthüringen veranstaltet am 21. Februar 2019, 16 Uhr im Haus der Wirtschaft in Suhl das nächste Azubi-Speed-Dating. Erneut haben Unternehmen und Jugendliche die Chance, sich in kurzen „Dates“ kennenzulernen und herauszufinden, ob sie zueinander passen. Bis 14. Dezember können sich 45 Unternehmen der Region anmelden. Ansprechpartnerin ist Sindy Voigt, Tel. 03681 362-414 oder voigt@suhl.ihk.de.
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