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Trauer - Helfer in schweren Stunden

Ausreichend Zeit für den Abschied Verstorbener zu Hause

Für die Trauer sollte man sich daheim Zeit nehmen. Foto: pixabay.de, Ulrike Mai
Für die Trauer sollte man sich daheim Zeit nehmen. Foto: pixabay.de, Ulrike Mai
NACH EINEM TODESFALL zu Hause sollten Angehörige nichts überstürzen. In der Regel können Verstorbene noch mindestens 36 Stunden zu Hause bleiben. Auch eine längere Aufbahrung ist oft möglich. Die Aufbahrung Verstorbener zu Hause war lange Zeit üblich, ist aber zunehmend in Vergessenheit geraten. Einerseits liegt das daran, dass nur jeder Vierte im eigenen Zuhause verstirbt.

Andererseits wurden zunehmend mehr Aufgaben rund um die Versorgung und Bestattung Verstorbener in die Hände von Bestattern gelegt. Dazu kommt der weit verbreitete Gedanke, dass Verstorbene möglichst schnell aus dem Haus gebracht werden sollten.

In der Regel müssen Verstorbene jedoch erst 36 Stunden nach Eintritt des Todes in eine Leichenhalle beziehungsweise die entsprechenden Räumlichkeiten beim Bestatter überführt werden, um gekühlt aufbewahrt zu werden. Abweichende Fristen variieren von Bundesland zu Bundesland. So liegen die Fristen in Brandenburg und Sachsen bei je 24 Stunden und in Thüringen bei 48 Stunden. In Bayern legen allerdings die Kommunen die Fristen fest. Sondergenehmigungen für einen längeren Verbleib Verstorbener zu Hause können beantragt werden. Vor dem Hintergrund von Covid-19 gibt es besondere Hygieneregeln; Auskünfte erteilen die örtlichen Bestatter.

Für Angehörige bietet sich zu Hause in vertrauter Umgebung die Möglichkeit zu einem besonders persönlichen Abschied. Betroffene berichten, dass sie durch die Nähe des Verstorbenen dessen Tod und den endgültigen Charakter erst richtig begriffen und akzeptiert hätten. Im Nachhinein hätten sie dies als sehr heilsam empfunden.

Im Leitfaden „Abschied nehmen zu Hause“ informiert Aeternitas, die Verbraucherinitiative Bestattungskultur, über die Abläufe nach einem Sterbefall zu Hause und gibt Ratschläge für einen persönlichen Abschied im vertrauten Umfeld.

Der Leitfaden ist im Rahmen der Reihe „Handeln in Zeiten der Trauer“ erschienen. Alle Leitfäden stehen kostenlos zum Download zur Verfügung. Natürlich beraten auch die Bestatter des Vertrauens umfassend zur Thematik und zur Bestattungskultur. Aeternitas

Wenn einem selbst die Worte fehlen

KAUM ETWAS KANN so sprachlos machen, wie ein Trauerfall in der Familie oder im Freundeskreis. Eben war der geliebte Mensch noch da und plötzlich ist nichts mehr, wie zuvor. Jetzt gilt es unter anderem, im Rahmen der Trauerfeier die passenden Worte zu finden, was sehr schwer fallen kann.

„In diesem Fall hilft ein professioneller Trauerredner: Er setzt sich mit den Hinterbliebenen zusammen und macht sich ein Bild von dem Menschen, der über viele Jahre ein Lebensbegleiter war. Trauerreden schreiben und halten ist eine Kunst. Darauf haben sich Menschen spezialisiert, die mit der notwendigen Distanz, aber auch mit persönlicher Nähe an die Sache herangehen. Der Redner bzw. die Rednerin versuchen, im intensiven Austausch mit den Hinterbliebenen herauszufinden, wer der Verstorbene war, was ihn zu Lebzeiten ausgezeichnet hat und wie die Hinterbliebenen ihn erlebt haben. Viele Fragen werden dabei gestellt – die Antworten helfen nicht nur dabei, die Rede perfekt zu formulieren, sondern sie stellen auch einen Teil der Trauerbewältigung dar. Denn es werden viele Facetten der Persönlichkeit des Verstorbenen nacheinander ans Tageslicht geholt. tth
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Bestattungen Kämmerzähl
Bestattungsinstitut Steinbach-Hallenberg

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