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Sonderveröffentlichung

Welttag des Hörens

Aktionstag geht in die zehnte Runde

   

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AM DIENSTAG JÄHRT sich der Welttag des Hörens zum zehnten Mal in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie e.V. (BVHI) werben dann für die Prävention von Hörminderungen und klären über die Folgen unversorgter Schwerhörigkeit auf. 

5,8 Millionen Erwachsene in Deutschland leben mit einem beeinträchtigenden Hörverlust, aber nur jeder Dritte unternimmt etwas dagegen. Im Umkehrschluss lassen hierzulande 3,8 Millionen Menschen – die Einwohnerzahl Berlins – ihren Hörverlust nicht versorgen und nehmen gesundheitliche sowie soziale Einschränkungen in Kauf.

Unter dem Motto „Hör nicht auf!“ bündeln WHO und BVHI zum Welttag des Hörens 2020 relevante Botschaften für alle Altersklassen und gesellschaftlichen Gruppen: Hör nicht auf, das zu tun, was du liebst! oder Hör nicht auf, deine Stadt zu hören! oder aber Hör nicht auf, aktiv zu sein!

Mit neuen Partnern stärker als je zuvor

Mit der Teilnahme Österreichs und der Schweiz ist bereits 2019 aus der deutschen eine deutschsprachige Kampagne geworden, die alleine hierzulande über Presse, Radio, TV und Social Media mehr als 31 Millionen Menschen erreicht hat. Mit neuen starken Partnern und öffentlichkeitswirksamen Aktionen tragen die Organisatoren ihre Botschaft lauter als je zuvor in die Öffentlichkeit. BVHI

Wie Eltern das Gehör ihres Babys testen

WENN EIN KIND nicht richtig hört, lernt es auch nicht richtig sprechen. Darum ist es wichtig, Hörstörungen früh zu erkennen und rasch mit der Behandlung zu beginnen, erklärt die Stiftung Kindergesundheit. In Deutschland haben gesetzlich versicherte Neugeborene gleich in der Geburtsklinik Anspruch auf einen Hörtest. Der Arzt schiebt dem Baby dabei zum Beispiel eine kleine Sonde in den Gehörgang, die einen leisen Klickton von sich gibt. Dieser Ton wird bis in die Hörschnecke weitergeleitet. Deren feine Haarzellen reagieren mit messbaren Schwingungen, wenn das Gehör in Ordnung ist.

Da Kinder aber auch noch später eine Hörstörung entwickeln können, sollten Eltern weiter wachsam sein, empfiehlt die Stiftung.

Ob ein Baby gut hört, lässt sich in einem ersten Schritt auch zuhause überprüfen. Am besten geschieht das, während das Kind schläft. Hörgeschädigte Babys versuchen nämlich schon früh, Geräusche mit anderen Sinnen wahrzunehmen. Klatscht ein Elternteil zum Beispiel in die Hände, reagieren sie, weil sie es gesehen oder weil sie den Luftzug gespürt haben.

In den ersten Lebenswochen hören Babys nur laute Geräusche. Die Eltern können also zum Beispiel mit einem Quietschtier oder Knackfrosch Geräusche erzeugen. Im oberflächlichen Schlaf reagiert ein Kind mit gesundem Gehör darauf mit einer veränderten Atmung. Es holt zum Beispiel tief Luft. Ab dem dritten Lebensmonat sollten Babys auch auf leise Geräusche reagieren, etwa auf das Rascheln von Seidenpapier.

Erkennen können Eltern eine Hörstörung auch daran, dass ein Baby irgendwann verstummt. Hörgeschädigte Babys beginnen zwar ganz normal zu lallen, das Lallen geht aber nicht wie bei hörgesunden Kindern ungefähr ab dem sechsten Monat in ein Brabbeln über.

Hegen Eltern den Verdacht, dass ihr Kind schlecht hört, sollten sie bald mit dem Kinder- und Jugendarzt darüber sprechen. Je früher ein Kind behandelt wird, desto besser stehen die Chancen, für eine ganz normale Sprachentwicklung. dpa
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Weltags des Hörens

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