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Sonderveröffentlichung

Feines aus der Region

Bonner Ernährungsexperte Harald Seitz rät Thüringern zum regionalen und saisonalen Einkaufen von Gemüse

Besonders bei Gemüse sollte auf kurze Lieferwege geachtet werden.  Foto: exclusive-design
Besonders bei Gemüse sollte auf kurze Lieferwege geachtet werden.  
Foto: exclusive-design
TOMATEN IM WINTER, Chicorée auch im Sommer: Im Handel sind viele Gemüsesorten das ganze Jahr über erhältlich. Ausnahme ist vielleicht noch Spargel, den es hierzulande meist ab Mitte April gibt. Ansonsten können Verbraucher fast alles Gemüse, worauf sie gerade Appetit haben, im Laden kaufen – zum Teil mit gehörigen Preisaufschlägen. Der Import macht es möglich.

Doch bei langen Transportwegen können Geschmack und Vitamine verloren gehen. Zudem treibt der Lieferverkehr den Energieverbrauch und Ausstoß von klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid in die Höhe.

Es spricht also viel dafür, Gemüse aus der Region zu essen – und auf die Saison für die jeweilige Gemüseart zu warten. „Saisonal einkaufen heißt zumeist auch regional einkaufen“, sagt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung in Bonn. Regional – das ist für den einen das Bundesland, für den anderen der Hof um die Ecke. Wenn die Haupterntezeit für Blumenkohl, Spinat oder Paprika ansteht, dann stammt ein Großteil des Angebots oft aus dem Umkreis des Einkaufsortes. In Grenzregionen kann das auch das Nachbarland sein.

„Gemüse aus der Region hat einen optimalen Reifegrad, die kurzen Transportwege vom Feld in den Handel sichern einen hohen Anteil wertvoller Inhaltsstoffe“, sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik. Die meisten Sorten können nach dem Kauf einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. „Tomaten und Zucchini werden bei Zimmertemperatur aufbewahrt“, erklärt Morlo.

Damit das Gemüse auch bei der Zubereitung wertvolle Inhaltsstoffe behält, empfiehlt Janine Alfers kurze Kochzeiten. Die Küchenmeisterin ist auch Mitglied im Verband der Köche Deutschlands. Sie nennt ein Beispiel: „Blumenkohl sollte als Ganzes und nicht zerteilt in einen Topf mit siedendem Wasser gegeben und nach wenigen Minuten mit Eiswasser abgeschreckt werden.“ So hat das Gemüse weiter Biss – und viele Vitamine.

Das Garen ist nur eine Idee, Gemüse schmackhaft zuzubereiten. Auch roh schmeckt es gut. „In Smoothies und Nudelsoßen lässt sich Gemüse verstecken“, sagt Morlo. So mögen es oft auch Kinder. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – auch braten oder schmoren ist möglich. Morlos Tipp: Gemüse vor dem Servieren mit frischen Kräutern bestreuen – so bekommt es mehr Pfiff. dpa/tmn

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